auf Aluminium-Deos verzichten

aluminium-Deos sollen schädlich sein. Wahrscheinlich. Ziemlich wahrscheinlich sogar. Aber ganz sicher ist das noch nicht. Es gibt Studien, die zeigen, dass Aluminium Krebs auslösen kann – allerdings wurden diese Untersuchungen an Zellkulturen und Mäusen durchgeführt, nicht am Menschen. Für mich waren sie darum nie ein Grund, in Panik zu geraten oder gar auf Aluminium-Deos zu verzichten. Denn Aluminium-Deos wirken.

Ich persönlich mag nämlich keinen Schweißgeruch. Ich mag auch keine Schweißflecke unter den Armen, die dunkle Flecke in helle Blusen zeichnen. Und vor allem mag ich beides nicht bei mir. Deos ohne Aluminium riechen bei mir am Anfang zwar auch ganz prima, aber spätestens wenn ich zwei Kinder im Spurt bei der Krippe abgeliefert hab, ist Schluss mit Vanille- oder Veilchenduft. Und auch mit fleckenfreien Blusen. Darum mag ich Aluminium: Da kann ich nach der Krippe noch woanders hingehen, statt gleich wieder unter die Dusche.

Warum Alumunium-Deos wirken? Das liegt daran, dass Aluminum-Deos eigentlich gar keine Deos sind, sondern sogenannte Antitranspirantien. Deodorants im herkömmlichen Sinn enthalten nämlich nur Duftstoffe, die den Schweißgeruch übertünchen sollen und zum Teil Alkohol, der verhindern soll, dass die Bakterien die den Schweiß zersetzen, sich stark vermehren. Antitranspirantien dagegen verhindern die Schweißproduktion an sich, indem sich die Aluminiumsalze in die Ausgänge der Schweißdrüsen setzen. Zugegeben, allein der Mechanismus klingt schon nicht ganz gesund. Aber Risiken gehören nunmal zum Leben dazu. Da muss man vielleicht auch das Risiko in kauf nehmen, dass man von seinem Antitranspirant Brustkrebs oder Alzheimer kriegt. (Wie und warum das genau passiert bzw. passieren könnte, haben die Kollegen auf welt.de oder zeit.de super erklärt – inklusive der Studienlage.)

Muss man? Nicht. Denn jetzt kommt … Trommelwirbel… die Lösung aller Schwitzprobleme. Was das ist? Eine Freundin hat’s mir verraten. Und zwar mit einer Begeisterung, dass Judith Williams der Atem gestockt hätte. Es ist: Natron. Okay, unsexier geht es kaum. Ich hätte auch lieber was Cooleres eingekauft als einen kleinen grünen Pappkarton, auf dem unter dem Schriftzug „Kaiser Natron“ eine Frau auf dem Boden kniet und den Fußboden schrubbt. Ich hätte es auch cooler gefunden, ein duftendes Spray aus einer stylischen Dose aufzusprühen, statt mir mit feuchten Händen ein Pulver unter die Achseln zu reiben. Aber manchmal eine Frau eben tun, was eine Frau tun muss. Und in diesem Fall ist das, den Versuch wagen, ohne Aluminium durch den Tag zu kommen.

Und was soll ich sagen: Es hat geklappt. Ich hab die Kinder bei der Krippe abgeliefert, ich war einkaufen und habe schwere Tüten nach Hause getragen und dann hab ich – wenn ich schonmal was teste, dann auch richtig – noch eine Runde Sonnengrüße auf meiner Yogamatte geturnt. Es geht. Ich rieche nicht nach Vanille, ich rieche nicht nach Veilchen, aber ich rieche eben auch nicht nach Schweiß. Das ist ziemlich cool.

Inzwischen hab ich auch in Google geblättert, wie man sich dieses vintage Zeug einigermaßen zeitgemäß unter die Arme bringen kann und bin auf einer Seite mit dem vielversprechenden Titel „Wundermittel-Natron“ tatsächlich fündig geworden: Da wird erklärt und in einem Video gezeigt, wie man sich seine stylische Sprühdose einfach selber basteln kann – und zwar in fünf Minuten. Und wer mehr Videos zum Thema sehen will, kann sich auch noch Ailyn von EatCareLive angucken.

About Nicole

Ich bin Nicole, Medizinwissenschaftlerin und Journalistin. Seit fast zehn Jahren schreibe ich über die Themen Medizin, Psychologie und Ernährung. Meine wichtigste Erkenntnis: Nur wenn wir uns im Alltag genug Zeit für uns selbst nehmen, geht es uns gut. In meinem Blog findet ihr Ideen, Gesundheits- und Wohlfühltipps, die guttun und ohne großen Zeit- und Arbeitsaufwand realisierbar sind, sondern einfach und schnell: in einer Minute, in fünf, zehn oder fünfzehn. Darum heißt er me-minutes.

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